Aktuell:

Der Hambacher Forst wird geräumt:

 

Widerstand gegen die Abholzung des Hambacher Forstes:
Laut IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist das Kohlendioxid in der Atmosphäre hauptverantwortlich für die Klimaänderungen. Menschliche Aktivitäten wie Entwaldung und die Verbrennung fossiler Energieträger spielen dabei eine große Rolle.
Besonders viel Kohlendioxid entsteht der Verbrennung von Braun­kohle: Rund doppelt so viel bezogen auf den Energiegehalt wie bei der Verbrennung von Naturgas. Auch wesentlich mehr wie z.B. bei der Verbrennung von Öl.
Die effektivste Art, den CO2-Ausstoß zu vermindern, ist, die Kohle gleich in der Erde zu lassen.

Hinzu kommt, dass ein alter Waldbestand geopfert werden soll.
Im Zeichen des Klimawandels sind insbesondere gewachsene alte Waldbestände sehr wertvoll als Luftfilter, Sauerstoffproduzent und Wasserspeicher neben ihrer Funktion als Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten.

Nach Abbau der Braunkohle werden die Gruben zu riesigen Wasserflächen- einst Wälder mit einem komplexen Ökosystem

Symbole des Widerstandes: Die Baumhäuser im Hambacher Forst



Klimawandel


Wir sind mitten im Klimawandel. Die Welt erwärmt sich.
Im Trend erhöhen sich die Temperaturen. Und das ist eindeutig messbar!
Der Klimawandel bedingt auch in unseren Breitengraden längere und stärkere Hitzeperioden mit einhergehender Trockenheit und häufiger heftige Starkregen mit Hochwasser.


Es gab es schon immer Temperaturschwankungen in der Erdgeschichte, das können Wissenschaftler anhand natürlicher „Archive“ wie Baumringe, Eisbohrkerne oder Pollen nachweisen oder auch mittels Isotopenanalysen feststellen. Viele Faktoren können dabei eine Rolle spielen (z.B. Vulkanausbrüche, Änderungen von Meeres- und Windstömungen, Veränderungen der Erdbahngeometrie, Sonnenaktivitäten).
Aber noch nie erfolgte die Erwärmung so rasant wie jetzt-erdgeschichtlich gesehen praktisch blitzartig. Dadurch, dass wir-  die Menschen- das mächtig unterstützen.


Der Grund für die Erwärmung ist die Zunahme der Konzentration von sogenannten Treibhausgasen in der Atmosphäre (auch eindeutig meßbar!).
Zum Beispiel CO2, was beim Verbrennen von Kohle und Öl frei wird.
Und auch das Wasser der Weltmeere erwärmt sich, wodurch zusätzlich CO2 freigesetzt wird, da wärmeres Wasser weniger CO2 binden kann. Die kurzen Videos unten erläutern diese Zusammenhänge anschaulich.

 

Der Klimawandel wird besonders auch durch die jüngsten Rekorde deutlich:

 

  • 2015 war das weltweit wärmste Jahr-
  • und das mit der größten jemals gemessenen Differenz zum vorher wärmsten Jahr
  • und der höchsten je gemessenen Durchschnittstemperatur der Weltmeere.
  • Das vorher wärmste Jahr war 2014!
  • Zehn Monate des Jahres 2015 (Februar, März, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November und Dezember ) knackten ihre jeweiligen Temperaturrekorde.
  • Der Januar, Februar, März, April und der Mai 2016 übertrafen die monatsspezifischen Wärmerekorde nochmal. Damit ist der Mai 2016 der 13. Rekordmonat in Folge.
    Und der Juni war auch wieder der wärmste Juni seit Temperaturaufzeichnung!
  • Auf Deutschland bezogen war 2014 das wärmste Jahr, 2015 das zweitwärmste.
  • 2015 wurde der größte Hitzerekord überhaupt in Deutschland mit 40,3 Grad gemessen (Saarland), für Hessen ein Hitzerekord von 38,9 Grad.
  • 2015 war auch das Jahr mit der bislang höchsten weltweit gemessenen Konzentration von Treibhausgasen in der Luft.
  • 2016 war wiederum das weltweit wärmste Jahr- und damit das 3. Jahr in Folge (weltweite Durchschnittstemoeratur lag 1,1 Grad über der der vorindustriellen Zeit).
  • 2018: Noch nie wurde in einem Februar eine so kleine Eisdecke in der Arktis gemessen wie 2018.
    Und das Jahr wird bestimmt noch einige Rekorde brechen...

Die Serie von immer höheren Temperaturen alarmiert die Wissenschaft, weil sie auf eine noch schnellere Beschleunigung der Erderwärmung hindeutet als bisher angenommen.

 

Seit der offiziellen Temperaturmessung 1881 hat sich die Durchschnittstemperatur in Deutschland im Mittel um 1,4 Grad erhöht. Weltweit ca. 0,9 Grad. Übersteigt diese Erhöhung 2 Grad, befürchten Wissenschaftler ein Kippen des Klimas mit chaotischen Wetterverhältnissen.

Quelle: NASA Goddard Institute for Space Studies

Diese Grafik zeigt extreme Hitzeperioden, die mindestens 14 Tage andauern und bei welchen der Durchschnitt der Tagesmaximaltemperaturen mindestens 30 Grad ist. Solche Hitzeperioden haben in Frankfurt seit 1990 zugenommen. Im Vergleich Hamburg: Dort traten vor 1990 solche Extremereignisse gar nicht auf.

Quelle: Deutscher Wetterdienst

Auch ein Indiz für die Klimaerwärmung:
Die sogenannte Phänologische Uhr für den "Riesling Eltviller Sonnenberg".
Innen die Entwicklungsabschnitte von 1991-2014, außen von 1961-1990.
Der Austrieb der Weinstöcke beginnt etwa 2 Wochen früher, die Weinlese beginnt nun Anfang Oktober, früher erst Mitte Oktober.

Quelle: Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Im Zuge der Klimaerwärmung werden Starkregen häufiger: Wärmere Luft transportiert mehr Wasser
(dies verstärkt wiederum auch den Treibhauseffekt). Beim Kondensieren des in der Atmosphäre enthaltenen Wasserdampfes werden gewaltige Energiemengen umgesetzt.

Wetterkapriolen wie Ende Mai/ Anfang Juni 2016 werden in Deutschland zunehmen.

Hier Ausschnitte aus „Alle Wetter“ und der Hessenschau vom 30.05.2016 über Hagel und Überschwemmungen in Hessen, die Rolle der Städtischen Kanalisation, Elementarversicherungen.

                                                       Regenradar des Starkregens in Wiesbaden 27.05.2016:

                                 Harald Lesch (Physiker) erklärt anschaulich die Zusammenhänge


                                   Klimawandel: Was ist das, was bewirkt er und was kann man dagegen tun?

dpa-Bericht vom August 2016
dpa-Bericht vom August 2016

Was kann man tun?

Was kann die Gesellschaft tun? Der weltweite Individualverkehr zum Beispiel hat eine verheerende
CO2-Bilanz ebenso wie der Flugverkehr.

  • Energiegewinnung aus Wind, Sonne und Wasser weiter ausbauen, Kohle und Öl so weit wie möglich ersetzen.
  • Öffentlichen Nahverkehr verbessern. Auch in einem Dorf muss man ohne Auto und auch abends noch beweglich sein können.
  • Öffentlichen schienengebundenen Fernverkehr ausbauen! Inlandsflüge können gut durch Schnellbahnen ersetzt werden.
  • Minimierung der Kosten öffentlicher Verkehrsmittel zu Lasten des Individual- und des Flugverkehrs.
  • Autofreie Innenstädte! Parkplätze in den Randzonen, Pendel- und Radverkehr fördern (das würde auch erheblich die Lebensqualität verbessern).